ONE WEEK – Challenge | Kaufdiät |
Außerdem: Zehn smarte Spartipps für deinen Lebensmitteleinkauf.
Ich wunder mich immer wieder, wie schnell ich mich zu Impulskäufen verleiten lasse und wie willenlos ich mir oft Konsumwünsche erfüllte. Hier ein neues Kleid, da neue Schuhe, dort das überteuerte Lebensmittel, das aber grad so furchtbar angesagt ist! Je mehr ich in das Thema Minimalismus eintauche, desto mehr stellt sich mir unweigerlich die Frage: ‚Was brauche ich eigentlich?‘ ‚Was muss ich besitzen?‘ ‚Was konsumieren?‘ ‚Worauf kann ich verzichten?‘ ‚Wofür gebe ich mein Geld aus?‘
Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es für mein Leben einen echten Mehrwert hat, wenn ich Ballast abwerfe und meinen Besitz reduziere, oder zumindest nicht vermehre.
Daher starte ich also heute die erste Challenge bei ONE WEEK und du bist herzlich eingeladen dabei zu sein. Es geht darum, sieben Tage lang Kaufdiät zu halten. Die Herausforderung ist, komplett auf Konsum sowie auf Frust- und Lustkäufe zu verzichten. Es ist nur erlaubt Geld für Lebensmittel auszugeben. Das bedeutet: Kein Restaurantbesuch, kein Shopping, kein Ausgehen, kein Kino, keine kleinen Glücklichmacher im Vorbeigehen.
Die Frage ist nun: Wieviel Geld darf ich während der Kaufdiät-Challenge für Lebensmittel ausgeben?
Laut www.musterhaushalt.de wird ein durchschnittliches Lebensmittelbudget für eine Einzelperson mit 49 € in der Woche berechnet. Das ist dann also auch mein maximaler Betrag für die Challenge-Woche. Das sind 7 € am Tag!
Leider führe ich bis jetzt noch kein Haushaltsbuch, daher habe ich auch keine Ahnung, was ich bisher in der Woche für Lebensmittel ausgegeben habe. Ich bin sicher, es war weit mehr als dieses Budget. Ich könnte nun natürlich auch eine Woche nur von Salat und Spaghetti leben, aber eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung wird während der Challenge ebenfalls meine Herausforderung sein. Ich freue mich auf die Erfahrung, bewusster mit meinem Geld zu haushalten und mein Kaufverhalten gründlich zu überdenken. Über den genannten Link kannst du ebenfalls herausfinden, wie hoch dein Budget als Paar oder als Familie im Durchschnitt angesetzt wird, das ist dann dein Limit für deine ONE WEEK – Challenge.
Damit der Start leichter fällt, kommen hier 10 smarte Spartipps für deinen Lebensmitteleinkauf:
1. Verzichte auf Tüten im Supermarkt. Kleinvieh macht auch Mist. Stoffbeutel nehmen nicht viel Platz weg, daher achte darauf, dass du grundsätzlich in jeder Tasche die du zum Einkaufen nutzt dauerhaft eine Stofftasche zu finden ist. Auch Papiertüten machen ökologisch leider nur Sinn, wenn sie mehrfach benutzt werden. Also, schone Geldbeutel und Umwelt und bringe deine Tasche mit.
2. Schreibe einen Einkaufszettel. Schließe praktisch eine Vertrag mit dir selbst. Nur die Dinge die wirklich benötigt werden und Zuhause auf der Liste landen werden auch wirklich gekauft. Schaue vorher, ob du das eine oder andere nicht durch vorhandene Vorräte ersetzen kannst.
3. Gehe niemals hungrig einkaufen! Irgendwie ein alter Hut, aber leider auch so wahr. Wenn ich unterzuckert einkaufe, finden viel mehr ungesund Lebensmittel den Weg in meinen Einkaufswagen und vor allem auch Produkte, die ich nicht brauche, mit meinem Appetit aber unbedingt kaufen muss. Nicht selten wird die Verpackung dann auch direkt hinter der Kasse direkt aufgerissen. Ein absoluter Geldfresser und auch noch ungesund!
4. Mache einen Wocheneinkauf! Ich liebe es jeden Tag zu überlegen was ich heute essen möchte und kaufe diese Produkte auch immer frisch dafür ein. Ich habe mich schon öfter gefragt, ob ich günstiger leben würde, wenn ich eher größere Einläufe tätigen würde. Nach meiner Recherche muss ich zugeben, dass ich die Antwort natürlich schon kannte, größere Packungen sind oft teurer, geplante Mahlzeiten verleiten uns nicht zum Flanieren zwischen den Regalen.
5. Discounter statt Delikatessen. Da fühle ich mich absolut ertappt! Bei uns ist der Discounter nur wenige Gehminuten weiter als der teure City Supermarkt. Aber ich liebe das aufgeräumte Einkaufserlebnis und auch die Auswahl der Produkte im Schlaraffenland der Markenprodukte, daher bin ich für den kurzen Umweg zu bequem. In dieser Woche wird sich das ändern!
6. Lass dich nicht verführen! Bunte Preise und Mittelgang-Angebote solltest du immer hinterfragen. Dabei ist hilfreich, wenn man du die gängigen Preise im Kopf hast. So wird man nicht über den Tisch gezogen, denn das als Schnäppchen deklarierte Produkt muss nicht immer wirklich günstiger sein.
7. Kaufe saisonale und regionale Produkte! Bei diesen Lebensmitteln kann der Nährstoffgehalt und Reifegrad besser gewährleistet werden, weil der weite Transport entfällt und so zum Beispiel keine Kälteschäden entstehen können. Durch die kürzeren Wege entstehen weniger Kosten, die sich dann natürlich auf den Kaufpreis auswirken – und die Umwelt freut sich auch.
8. Kenne den Platz der günstigeren Angebote im Regal! Links untern stehen die Produkte, die dein Budget schonen. Auf Augenhöhe werden nämlich die Waren platziert, die dem Supermarkt den besten Deal einbringen, gerne sind sie auch etwas weiter rechts angeordnet, für den schnellen Zugriff der Rechtshänder. Du bist aber jetzt schlauer!
9. Ignoriere das MHD! Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein Richtwert für die Genießbarkeit von Lebensmitteln, sehr viele Produkte sind weit nach diesem Datum noch zum Verzehr geeignet. Probiere lieber die Lebensmittel vorher, bevor du sie im Supermarkt ersetzt.
10. Vermeide sogenannte Superfoods! Auch ich lege großen Wert auf eine gute Ernährung und bin immer wieder auch versucht die so gehypten Power-Lebensmittel zu probieren. Es lohnt sich aber mal zu recherchieren, welche heimischen Produkte den gleichen Effekt erzielen. Chiasamen können ganz einfach durch Leinsamen und Brennesselsamen ersetzt werden, statt Quinoa kommt Buchweizen auf den Tisch und die Açai-Beere werden gegen Heidelbeeren oder Brombeeren getauscht.
Ob ich meine Kaufgewohnheiten langfristig ändern kann und wie das Spiel zwischen Konsum und Belohnungssystem eigentlich funktioniert, werden weitere Themen in den Blog-Posts dieser Challenge-Woche sein. Viel Erfolg und einen guten Start an alle die mitmachen!